Many mothers wish to give birth in a more physiologically conducive environment. Let's explore the different options available in France.

Der Wunsch nach einer weniger medizinisch geprägten Geburt liegt heute voll im Trend. Viele werdende Mütter möchten in einer Umgebung entbinden, die den physiologischen Prozess der Geburt stärker unterstützt. Wir stellen Ihnen die verschiedenen Optionen vor, die in Frankreich zur Verfügung stehen.


Das Geburtshaus

Geburtshäuser gibt es in Frankreich seit 2016. Sie werden von Hebammen geleitet und zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich immer in unmittelbarer Nähe einer Entbindungsklinik befinden. Dies ermöglicht im Bedarfsfall eine schnelle Verlegung.

Geburtshäuser sind für physiologische Geburten konzipiert; daher wird dort keine Periduralanästhesie (PDA) verabreicht. Die Räumlichkeiten sind intim und natürlich gestaltet und mit Hilfsmitteln wie Geburtswannen, Seilen zum Festhalten, Wärmflaschen und Pezzibällen ausgestattet. Um den natürlichen Geburtsvorgang nicht zu stören, werden auch Lärm und Licht auf ein Minimum reduziert.

Als „entmedizinisierter“ Geburtsort knüpft das Geburtshaus an bestimmte Bedingungen an, um die Sicherheit von Mutter und Kind zu gewährleisten:

  • Einlingsschwangerschaft ohne Risiken.
  • Geburtsplan ohne PDA.
  • Geplante Geburt zwischen der 37. und 41. Schwangerschaftswoche.
  • Das Baby befindet sich in Schädellage.
  • Keine Vorerkrankungen wie Schwangerschaftsdiabetes oder Präeklampsie.
  • Geografische Nähe: Der Wohnsitz muss weniger als 40 Minuten vom Geburtshaus entfernt sein.

Wenn Sie eine Geburt im Geburtshaus anspricht, sollten Sie sich frühzeitig anmelden. Im Jahr 2024 gibt es in Frankreich leider nur acht dieser Einrichtungen. Die Plätze sind begehrt und die Kosten nicht unerheblich: Da diese Strukturen nicht die gleiche staatliche Unterstützung erhalten wie öffentliche Kliniken, bleibt ein durchschnittlicher Eigenanteil von etwa 1.200 €.

Belegsystem im Krankenhaus

Das sogenannte „Plateau technique“ ist eine interessante Alternative für eine natürliche Geburt. Dabei handelt es sich um einen Kreißsaal innerhalb eines Krankenhauses, der freiberuflichen Hebammen zur Verfügung gestellt wird. Um diese Option zu nutzen, müssen Sie von einer Hebamme betreut werden, die den Saal für Ihre Entbindung mietet. So kombiniert das Belegsystem die Sicherheit des Krankenhauses mit der Intimität einer unabhängigen Struktur.

Trotz des eher klinischen Namens herrscht hier eine sanfte Atmosphäre, ähnlich wie in einem Zimmer zu Hause. Bei einer solchen Geburt sind Sie in kleiner Runde: Nur Ihre Begleitperson und Ihre Hebamme sind anwesend.

Die Vorteile sind vielfältig: Sie kennen alle anwesenden Personen, genießen ein vertrautes Umfeld, können nach Belieben essen und trinken, Ihre Position frei wählen, Ihre eigene Kleidung tragen und sicherstellen, dass die Physiologie der Geburt vollumfänglich respektiert wird.

Die Kosten liegen zwischen 500 und 900 € und decken die Rufbereitschaft der Hebamme sowie die Saalmiete ab. Diese Kosten werden nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen, manche Zusatzversicherungen erstatten sie jedoch auf Anfrage.

Der „Natur-Kreißsaal“

Angesichts der steigenden Nachfrage nach „natürlichen“ Geburten haben viele Kliniken spezielle Räume eingerichtet, die eher einem Schlafzimmer als einem Krankenzimmer ähneln.

Diese Räume sind mit nicht-medizinischen Möbeln wie Sofas, großen Betten, Bällen, Kissen oder Tüchern zum Einhängen ausgestattet. Manche verfügen sogar über große Badewannen zur Entspannung. Alles ist darauf ausgerichtet, der werdenden Mutter zu helfen, in ihre „Blase“ einzutauchen – eine wichtige Voraussetzung für die optimale Hormonausschüttung.

Der große Vorteil: Der Natur-Kreißsaal ist in die Klinik integriert. Man kann die physiologische Umgebung genießen, hat aber jederzeit die Möglichkeit, sich doch für eine PDA zu entscheiden. In diesem Fall ist der Wechsel in einen klassischen Kreißsaal sehr einfach.

Der einzige Haken: Diese Säle sind noch zu selten und die Nachfrage übersteigt das Angebot. Es gibt keine Garantie, dass der Raum bei Ihrer Ankunft frei ist. Es ist jedoch oft möglich, einen „klassischen“ Kreißsaal mit Bällen, Matten und gedimmtem Licht physiologischer zu gestalten.

Da diese Räume Teil der Klinik sind, entstehen Ihnen hier keine zusätzlichen Kosten im Vergleich zu einer herkömmlichen Geburt.

Die Hausgeburt

Die letzte Option für eine weniger medikalisierte Geburt ist die Hausgeburt. In Frankreich ist dies erlaubt, aber nicht durch eine spezifische Gesetzgebung geregelt. Das Fehlen einheitlicher Richtlinien erschwert es Hebammen oft, eine passende Berufshaftpflichtversicherung zu finden.

Seit der Pandemie steigt die Zahl der Hausgeburten jährlich an, auch wenn sie mit weniger als 1 % aller Geburten in Frankreich ein Randphänomen bleiben. Eine Hausgeburt erfordert eine besonders sorgfältige Vorbereitung:

  • Hebammensuche: 2024 listete der Verband APAAD 107 Hebammen, die Hausgeburten begleiten.
  • Sicherheitskriterien: Die Schwangerschaft muss risikofrei sein und das Zuhause sollte maximal 30–45 Minuten von einer Klinik entfernt liegen.
  • Engmaschige Betreuung: Die Vorsorge muss den offiziellen Empfehlungen entsprechen, zudem sollte eine Akte in einer nahegelegenen Klinik angelegt werden.


Frauen, die sich für eine Hausgeburt entscheiden, schätzen die vertraute und beruhigende Umgebung. Da kein Ortswechsel während der Wehen nötig ist, fällt es oft leichter, loszulassen und das Baby im intimsten Umfeld willkommen zu heißen.

Das Angebot an Orten für eine physiologische Geburt wächst in Frankreich stetig. Es ist wichtig zu betonen, dass keine Option an sich besser ist als die andere. Entscheidend ist, dass Ihre Wünsche gehört, respektiert und bestmöglich umgesetzt werden. Ich wünsche Ihnen eine wunderschöne Geburt.

Armelle ist Doula und Autorin der Website madre.fr. Dort bietet sie Körperarbeit an, um Frauen zu helfen, Vertrauen in ihren Körper zu gewinnen und die Physiologie der Geburt besser zu verstehen.

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